
nachtwache
2025
site-specific installation
track lighting on construction barrier
artists
r. aeol, julie mia
en
The conceptual artwork Nachtwache (Nightwatch) explores the relationship between light and darkness in the context of urban transformation processes. From an empty shop window, spotlights illuminate a construction site surrounding a formerly asbestos-laden complex that has been undergoing renovation for years.
The light serves a dual function. It not only lights up the space inside, but primarily the outside. A dark section of the street is illuminated; however, the blinding glare obscures the view into the shop window – perhaps hiding something that is not meant to be seen.
Inside, one may see a kind of triptych. Similar to an altarpiece, two large, empty metal frames flank a white wall. Brushstrokes remind of a construction site, though it is unclear if any real building activity is taking place. For passersby, nothing seems to be seen: no advertisements, no eye-catching displays. One might walk past without stopping to consider deeper questions.
Nightwatch reflects on the history of the building complex and its surroundings through a site-specific installation. The title alludes to Rembrandt’s famous painting – as his use of light guides the viewer’s eye through a carefully staged composition, here too, light is used to draw attention to details that might otherwise go unnoticed amid urban change.
de
Die konzeptuelle künstlerische Arbeit Nachtwache beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Licht und Dunkelheit im Kontext urbaner Wandlungsprozesse. Aus einem leerstehenden Schaufenster heraus beleuchten Scheinwerfer eine Baustelle, die einen seit Jahren in Sanierung befindlichen ehemaligen Asbestkomplex umgibt.
Das Licht übernimmt eine doppelte Funktion. Es durchdringt nicht nur den Raum, sondern richtet sich vor allem auf den Außenbereich. Ein dunkler Straßenabschnitt wird erhellt, doch zugleich erschwert das grelle Licht den Blick ins Innere des Schaufensters – auf etwas, das vielleicht nicht sichtbar werden soll.
Im Inneren ist eine Art Triptychon zu sehen. Wie in einem Altarbild flankieren zwei große, leere Metallrahmen eine weiße Wand. Pinselstriche lassen an eine Baustelle denken, doch bleibt offen, ob hier tatsächlich gearbeitet wird. Für Kundschaft scheint es nichts zu sehen zu geben: keine Werbung, keine auffällige Dekoration. Man wäre geneigt, vorbeizugehen, ohne sich mit tiefergehenden Fragen aufzuhalten.
Nachtwache reflektiert die Geschichte des Gebäudekomplexes und seiner Umgebung in einer ortsspezifischen Installation. Der Titel spielt auf Rembrandts berühmtes Gemälde an. Wie dort das Licht den Blick auf eine sorgfältig inszenierte Komposition lenkt, richtet es sich auch hier auf Details, die im städtischen Wandel leicht übersehen werden.
special thanks to rebbek wehner and team
zentrum für internationale künste (zik)
schloßstraße 78-83
12165 berlin
residency/exhibition
09-12/2025